Unsere Kinder- und Jugendgruppe besteht aus verschiedenen Jugendlichen, die zur besseren Fortbewegung im Alltag den Rollstuhl gebrauchen. Durch das wöchentliche Training verbessern wir unsere Bewegungen und die damit zusammenhängenden Handlungs- und Sozialkompetenzen.
Unsere Turn- und Trainingsstunden sind oftmals mit einem motopädagogischen oder psychomotorischen Hintergrund gestaltet. Das Wort „Motopädagogik" setzt sich zusammen aus den Begriffen „Motorik" (Bewegung) und „Pädagogik" (Erziehung) und bedeutet demnach so viel wie „Erziehung durch Bewegung". Das Wort „Psychomotorik" deutet auf den direkten Zusammenhang von „Psyche" und „Bewegung" hin. So kann man sagen, dass es streng genommen keine Bewegung ohne die Beteiligung von gefühlsmäßigen Prozessen gibt. Dann sollte es auch möglich sein, über die Bewegung die Psyche eines Menschen zu verändern, bzw. über eine veränderte Motorik, Körperhaltung und Bewegung Einfluss auf die Persönlichkeit eines jungen Menschen zu nehmen.
In unseren Turnstunden möchten wir dem ganzheitlichen Gedanken der Motopädagogik „Erziehung durch Bewegung" und „Wahrnehmung durch das Erleben", gerecht werden. Genau so versuchen wir Stärken zu erkennen und zu nutzen, sowie Schwächen behutsam zu beheben und dabei die Persönlichkeit zu respektieren und das Selbstvertrauen der Jugendlichen zu stärken.
Teilweise gestalten die Jugendlichen ihre Bewegungs- und Spielerfahrung in der Stunde selber. Dazu nützen sie zuerst einmal die bereits gemachten Erfahrungen, variieren dies dann und erweitern somit ihr Handlungsrepertoire. Frei nach dem Gedanken: Wenn ich einmal einen Spanienurlaub gemeistert habe, ohne ein Wort Spanisch zu sprechen, werde ich mir auch zutrauen nach Finnland zu reisen!
Auf Anfrage geben wir Ihnen gerne weitere Informationen.
Daniel Widmer
